Ignite - A War Against You

Einfach entflammt: „Now it’s all on you“ (9/12)

Power und Motivation die perfekte Kombination für den Jahresanfang. Ignite vermitteln mit A War Against You ein starkes Lebensgefühl. Die Lieder sind ausgefüllt von Zolis wahnsinniger Stimme. Die jedem Track ihren energischen Touch gibt. Der Opener Begin Again ist ein verlockendes Stück, welches aber eigentlich nur auf Nothing Can Stop Me vorbereitet. Dort wird das Griffbrett aufgewärmt und für die nächsten Songs eingespielt. Die beiden Lieder in Kombination sorgen für das „ich kann alles schaffen“- Gefühl. Nicht nur die Mischung aus den gleichdominanten Instrumenten auch der Text lösen dies aus: „This is your last chance, why don’t you take it?“

Leider stellt diese Kombination die nächsten Songs erst einmal in Ihren Schatten. This Is A War bietet eine dynamische Spielwiese! Ein tiefes solides Intro wandelt sich in eine nahezu tanzende Leadgitarre hin zu einer punkigen Schlagzeug/Bass Kombination. Leider wurde hier schon an Anfang alles gezeigt. Das Lied kann trotz eines guten Solos leider nicht halten was es anfänglich verspricht.

„We make it trought the dark and we’ll find our way“Alive steigt höher ein und vermittelt durch wohohoh – Stellen Mitsing Gefühl. Das positive Lebensgefühl vom Anfang findest wieder anklang nur deutlich ruhiger, deswegen aber nicht schlechter. Beim Gitarrensolo freut sich das Griffbrett über ganz viel Liebe. Schade das es so kurz ist, aber auch den Bass darf man bei diesem Lied nicht aus den Augen lassen. Er schafft mit dem Intro und Outro eine starke Brücke für den recht weichen Song.

Mit You Saved Me folgt das absolute Highlight des Albums. Das Lied hat einfach alles. Den Grund bildet ein scheinbar dogmatischer Bass/Schlagzeugrhythmus, der regelmäßig ausbrechen darf. Die Spannung wird das ganze Lied über gehalten und im richtigen Maß dosiert. Der Text powert wie der Song bis die Bridge jedem der jetzt noch mit dem Kopf nicht das Herz erwärmt.

Das Gute an dem Album ist, dass die Stücke zusammenpassen aber keine Dopplungen erscheinen. Rise Up ist ein solides Lied, dessen Inhalt man zunächst unterschätzen mag. Aber wie in Where I’m From wird durch gesangliche Schlenker zu einer Geschichte der man gern zuhören mag. The Suffering packt durch den punkigen Charme und den Ohrwurmrefrain. Die Gitarre steht hierbei nur in der zweiten Reihe. Das nimmt dem Lied nichts. Wütend gibt Zoli noch die Worte „You never on the wrong side, always on the right side. It’s always the same… So here we are, we learned nothing“ dazu und spricht einem aus dem Herzen.

Zum Schluss hauen die Jungs mit Work noch eine Überraschung raus. Das Stück ist zweigeteilt und packt einfach nur die Seele! „I stay another day, i pray another way it slips trough my fingers again…. Someday I’ll find the time!… This life is my meaning!“

Nach dem Bruch bekommt man für diesen guten Gedanken die nötige Energie vermittelt.

Ignite haben ein konzeptstarkes unglaublich positives Album produziert. A War Against You zieht sich als Thema konsequent durch das Album. Es gibt Ohrwürmer, gute Gedanken. Musikalisch ist es ausgefeilt auf einem extrem hohen Niveau. Die Stücke sind nicht überladen aber auch nicht langweilig. Es wirkt weder rumgeschraubt und ausprobiert. Sie pendeln in einem perfekten Maß. Besonders You Found Me ist noch einmal durch die Komplexität hervorzuheben.

Da hat sich die Pause gelohnt, wenn so etwas dabei rauskommt!

Anspieltipp

You Saved Me



Tracklist:

1) Begin Again: 9/12

2) Nothing Can Stop Me: 10/12

3) This Is A War: 6/12

4) Oh No Not Again: 5/12

5) Alive: 8/12

6) You Saved me: 12/12

7) Rise Up: 7/12

8) Where I’m From: 9/12

9) The Suffering: 9/12

10) How Is This Progress: 5/12

11) You Lie: 6/12

12) Descend: 10/12

13) Work: 11/12