Drive - One Life One Lie One Decision

One Life One Lie One Decision (8/12)

Das Intro von Alternative-Thinking wirkt etwas schwammig. Der Sound der Gitarre scheint zu schwach – jedoch gibt schon nach wenigen Sekunden das Schlagzeug mehr Kontur. Nach dem Refrain wird auch klar, warum die Gitarre mit diesen Effekten gespielt wird. Ein unglaublich schneller Part lockt den Hörer tiefer einzutauchen. Allgemein ist Alternative-Thinking ein Wechsel aus Scream-Passagen mit in Your Face Geschrammel und Wortstarken Stücken die auf einem stockenden Rhythmus laufen.

Als erster Song der EP One Life One Lie One Decision, taugt er vor allem textlich, als Opener ist er jedoch sehr komplex angelegt. Es ist sehr vielschichtig gespielt und überrascht durch die eben genannten Brüche.

Wer dran geblieben ist wird mit You belohnt. Der Stil bleibt ähnlich. Allerdings wird ein Thema konkreter verfolgt. Highlights sind wie im ersten Stück kleine Schlenker der Gitarre, sowie winzige Teile in denen ein Instrument klar im Fokus steht. Hierbei ist es der Bass. Eine solide warme Bassline greift den Text gut auf. Die Überraschung ist ganz klar der Breakdown-part! Das Schlagzeug hat die beckenreiche, melodische Überhand, die Gitarren Bass Kombination schafft den vollen Klang und wird nicht unnötig abgebrochen.

Leave! kommt in einem ganz anderen Gewandt daher. Seichter spielt es sich durch eine rotzige Art ein. „What we did is what we get… I’m standing here alone“ Drive schaffen klar den übergang vom emotionalen, phrasenreichen Text zum Powersong. Die Kombination macht es stark. Mehrere Stimmspuren die übereinander laufen sorgen für das beklemmte, kraftvolle Gefühl. Da sehr viele dominant gespielte Instrumente übereinander laufen bleibt es leider nicht im Ohr. Allerdings merkt man das Aufatmen nach dem Song.

Everything Falls Apart stellt die Poppunk Seite ins Licht, mit der sich die Band unter anderem Beschreibt. Gut gemacht, aber eher dudelnd als sofort im Ohr „Nothing left to say“.

Slow Down gibt nochmal mehr power und bringt einen ähnlichen Wechsel wie Alternative Thinking ihn bietet. Allerdings ist er hier weicher gestaltet, die übergänge sind fließender. Es wird sowohl von den Instrumenten als auch vom Gesang her kontinuierlich aufgebaut bis es am Ende leider durch einen letzten Schlag einfach verpufft, als käme jetzt der nächste Song.

Anspieltipp

You



Tracklist:

1) Alternative-Thinking: 9/12

2) You: 10/12

3) Leave: 8/12

4) Everything Falls Apart: 6/12

5) Slow Down: 8/12