Bush - Sixteen Stone

Ein Bass der laufen lernt, eine Gitarre, die nach Liebe schreit. (7/12)

Das Album Sixteen Stone ist durchwachsen, jung und hat klassische 90er Jahre Elemente. Mal ein Hauch frühes Green Day, mal ein Nirvana-Einschlag, mal die Stimmfarbe von Mike Ness.

Allgemein findet sich eine erwachsene rotzige Note im Klang. Der Opener ist ein richtiger Ohrwurm, der einzelne Melodielinien hat, die einfach ins Ohr gehen. Schon zu Beginn wird das asiatische Thema von „Everything Zen“ erkennbar, geht ohne übertreibung aber mit Spannung ins Ohr. Die Soli kommen leider verschwommen daher. Die langen starren ausklingenden Töne werden abgedeckt und entfalten nicht die Kraft. Es mischt sich immer wieder ein klassischer Rockklang mit einem Grunge-Einschlag.

Besonders hervorzuheben ist der Bass in „Swim“. Schon die Schlagzeug – Bass Kombination lässt ein komplett in das Lied eintauchen und zieht einen förmlich herab. Der langweilig gestaltete Text fängt dabei keine Aufmerksamkeit. Das Lied hat einen dynamischen Verlauf, den man erwartet und steigert sich solide im Refrain. Allerdings scheint „Comedown“ auf der gleichen Bassline zu laufen. Das Lied überrascht allerdings durch einen jammenden Grundtonus.

Zwischen den Highlights liegen ein paar langweilige Stücke wie „Body“ oder „Bomb“ die Tracklist füllend wirken.

Das Absolute Herzstück ist die Ballade „Glycerin“. Hier stimmt einfach alles! Die Stimme ist voller Gefühl, breitet sich im Gegensatz völlig aus und überdeckt dennoch nichts. Durch die Unterstützung von Cello und Geige wird das Lied durchdringend. Die 90er Jahre Gitarre (etwas viel verzerrt für eine klassische Ballade) gibt dem ganzen einen unglaublichen Charme. Klassisches Intro, Klassischer Text, klassisch schön!

Anspieltipp

Oft gefragt



Tracklist:

1) Everything Zen: 8/12

2) Swim: 8/12

3) Bomb: 3/12

4) Little Things: 6/12

5) Comedown: 8/12

6) Body: 5/12

7) Machinehead: 9/12

8) Testosterone: 3/12

9) Monkey: 5/12

10) GLYCERIN: 12/12

11) Alien: 11/12

12) X-Girlfriend: 3/12