Alin Coen - Wer bist Du

Still, Stiller, Alin Coen(3/12)

Ein schwaches Album mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch. Allerdings klingt es dadurch wie ein Album zwei verschiedener Bands. Wer bist du? Ist die richtige Frage den typsichen Alin Coen Charme findet man in drei Stücken. Der Rest ist ganz klar bis zum Eichstrich aufgefüllt. Das Album bietet keine überraschungen.

Es ist schwer sich auf Lieder wie Darts, Rejected und Same Boat einzulassen. Sie klingen wie Norah Jones. Zäh kommt der Text daher.

Die Musik ist ruhig und detailliert gehalten. Man vernimmt die einzelnen Töne, bei denen oft die gleichen aufeinander folgen. Der Text lässt zu, dass diese in den Hintergrund treten und so ein angenehmes ruhiges Klangbild entsteht.

Wolken ist ein viel versprechender Opener. Tapsig – ehrlich kommt der Bass daher. Das Schlagzeug wirkt fast etwas jazzig, wenn es denn mitspielen darf. Die Stimme von Alin setzt zarte Akzente auf die weiche Basis. „Ist dein Wesen, für alle so schwer zu lesen, wenn ichs nicht verstehen kann, wie fühlt sichs für dich denn an?“ Das Lied lässt sich Zeit und lädt zum träumen ein.

Mit Deine Nähe und Ich war hier folgen auch die anderen beiden Herzstücke des Albums schon recht früh, sodass man sich ab dann eher durch das Album quält. Es ist wie ein Kaugummi am Schuh, man kann es nicht ignorieren. Auch die wenigen deutschsprachigen Stücke wie Wer bist du und Das letzte Lied bieten keinen Lichtblick. Sie sind platter als die Anderen verständlichen Lieder, mit denen man an das Album gelockt wird.

Musikalisch wird man von der Ruhe beeindruckt. Aber auch nach dem dritten Lied in diesem Stil kann man den Ruhepuls nicht mehr ertragen.

Anspieltipp

Ich war hier, Hold, Wolken



Tracklist:

1) Wolken: 9/12

2) Darts: 0/12

3) Same Boat: 1/12

4) Die Nähe: 9/12

5) Ich war hier: 9/12

6) Festhalten: 5/12

7) Halo: 1/12

8) Steam: 3/12

9) Rejected: 0/12

10) Hold: 2/12

11) Wer bist du?: 4/12

12) Left Behind: 4/12

13) Das letzte Lied: 2/12

14) Der Schwan: 3/12